Insolvenzstraftaten

Allein in Deutschland werden jährlich rund 20.000 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die Ursachen für eine Unternehmenskrise sind vielschichtig. Oftmals hängt es weniger an der unternehmerischen Fortune, als an externen Faktoren, wie veränderten Marktumständen oder dem Ausfall bedeutender Geschäftspartner. Das Unternehmen in der Krise ist zugleich sprichwörtlich ein Unternehmen am Limit. Der Versuch, das Unternehmen zu retten, führt den Unternehmer regelmäßig an seine rechtlichen Grenzen. Übertritt er diese, können sich daraus schwere Nachteile für die künftige wirtschaftliche Betätigung und das private Vermögen des Unternehmers ergeben. Gewerbeuntersagungen, Berufsverbote, Entschuldungssperren und nicht zuletzt Haftungsansprüche sind mögliche Konsequenzen, von den unmittelbaren strafrechtlichen Folgen ganz abgesehen.

Den Kern des Insolvenzstrafrechts bildet der Straftatbestand der

  • Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO).

Begleitend oder als Folge der Unternehmenskrise treten zudem typischerweise weitere Delikte auf:

  • Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen (§ 266a StGB),
  • Bankrott (§ 283 StGB),
  • Verletzung der Buchführungspflichten (§ 283b StGB),
  • Eingehungsbetrug (§ 263 StGB),
  • Steuerhinterziehung (§ 370 AO),
  • Untreue (§ 266 StGB),
  • Kreditbetrug (§ 265b StGB),
  • Gläubiger- und Schuldnerbegünstigung (§§ 263c, 263d StGB)
  • Verletzung der Informationspflicht gegenüber den Gesellschaftern/Aktionären (§ 84 GmbHG, § 401 AktG)

Die Verteidigung im Rahmen der Unternehmensinsolvenz verlangt auch vom Verteidiger einen fundierten wirtschaftlichen Hintergrund. In der Praxis schwierige Fragestellungen, wie Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und Fortführungsprognose müssen dabei beherrscht werden. Eine erfolgreiche Verteidigung erfordert zusammenhängendes rechtliches und betriebswirtschaftliches Know-How.

verteidiger.berlin zeichnen sich durch langjährige Erfahrung im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht aus. Wir begleiten regelmäßig Unternehmen und Unternehmer in der Krise und durch die Krise! Wir beraten Sie auch im Vorfeld bei der Beurteilung des Zeitpunkts des Eintritts der Überschuldung und/oder Zahlungsunfähigkeit gemäß § 19 der Insolvenzordnung (InsO). Sprechen Sie uns an.

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Patrick Kirner

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Fachanwalt für Strafrecht

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