Anwalt für Sexualstrafrecht

Verteidigung im Sexualstrafrecht

Das Sexualstrafrecht ist einem beständigen Wandel, intensiver gesellschaftspolitischer Debatten, häufig von Moralvorstellungen, von beständigen Verschärfungen und Strafbarkeitsausweitungen geprägt. Es gibt kaum einen Deliktsbereich, der größere (Medien-) Emotionen weckt.

Der Kampf um die Unschuldsvermutung sowie die Rechte des Beschuldigten ist – mehr als in den meisten anderen Verfahren – nicht nur im Widerstreit mit den Organen der Strafrechtspflege, sondern zusätzlich noch gegen die öffentliche (Medien-)Meinung zu führen. Dem Druck der medialen aber auch staatsanwaltlichen und gerichtlichen Erwartung standzuhalten, ist Aufgabe der Verteidigung, die mitunter auch presserechtliche Instrumente nutzen muss.

Dabei entsprechen mediales Interesse und Erwartungen nicht immer der Wirklichkeit. Neuere Entwicklungen wie „Cybergrooming“, „Upskirting“ und das Schließen von Strafbarkeitslücken erscheinen von eher gesetzgeberisch-deklaratorischer und tatsächlich geringer Bedeutung im Justizalltag. Die Konsequenzen von „Nein heißt Nein“ scheinen sich eher in einer überschaubaren Zahl von Verfahren niederzuschlagen. „Nein heißt Nein“ hat aus der Wahrnehmung von verteidiger.berlin zu keiner personellen Aufstockung der Ermittlungsbehörden geführt. Ob die Regelung „Nein heißt Nein“ symbolisches Strafrecht bleiben wird, wird sich zeigen, denn es geht im Verfahren weiterhin um die Frage, ob ein Vorwurf bewiesen werden kann.

Das Sexualstrafrecht ist oftmals geprägt von einer Konstellation von lediglich zwei Personen, der anzeigenerstattenden und der beschuldigten Person. Fehlen in dieser Konstellation weitere Beweismittel (bspw. Kampfspuren, Verletzungsspuren, Tatspuren, Tatzeugen, etc.), wird von einer Aussage-gegen-Aussage-Situation gesprochen, die eine besonders begründete Beweiswürdigung (aus Sicht der Revisionsgerichte) aber auch eine besonders intensive Befassung mit der Aussage der anzeigenerstattenden Person, der Aussagegenese und der Aussageentwicklung verlangt. verteidiger.berlin befasst sich mit Fragetechniken und Aussageanalysen. verteidiger.berlin reden aber auch mit ihren Mandanten „Klartext“. verteidiger.berlin machen ihren Mandanten nichts vor und beschönigen die Beweissituation nicht. Die oftmals vorhandene Neigung von Gerichten und Staatsanwälten der Anzeigeerstatterin oder dem weinenden Zeugen Zuneigung und Glauben zu schenken bedarf einer eigenen, von anderen Strafrechtsgebieten mitunter abweichenden Verteidigungsstrategie. Verteidigung in Sexualstrafsachen verlangt regelmäßig eine frühzeitige Beauftragung, eine intensive Beratung über Schweigerechte, Teilnahme an richterlichen Vernehmungen, Kenntnisse der Aussagepsychologie, Kenntnisse familienrechtlicher Ansprüche, Kenntnisse der Toxikologie sowie ein freundliches aber bestimmtes Auftreten gegenüber den Ermittlungsbehörden und eine Festigkeit gegenüber den Verhaltenserwartungen der Öffentlichkeit in moralisch schwerem Fahrwasser. verteidiger.berlin geht diesen Weg mit Ihnen.

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Johannes Honecker

Fachanwalt für Strafrecht
Rechtsanwalt Kleist

Matthias Kleist

Fachanwalt für Strafrecht